Ausflug mit Hindernissen

Montag war es so weit, seit einer gefühlten Ewigkeit sollte es endlich mal wieder auf eine Fototour gehen die nicht direkt vor der Tür liegt. Also am Sonntag schön alle Akkus und Speicherkarten bereit gemacht und das benötigte Equipment zusammengepackt. Abends dann zeitig ins Bett, da es am nächsten Morgen früh losgehen sollte. Die Nacht leider nicht wirklich gut geschlafen, bzw. auch ewig zum einschlafen gebraucht, aber gut, das kommt halt manchmal vor. Richtig blöd nur, wenn man dann am nächsten Morgen aus dem Haus geht und die Sachen ins Auto packen will, dieses jedoch leider nicht mehr da steht, wo man es am Vortag abgestellt hat. Zum Glück wurde es nicht geklaut, zumal es sich bei dem Auto auch noch um den töften Corsa meiner Oma handelt. Aber wenn das Auto abgeschleppt wird ist das auch nicht so dolle. Vom ersten Schock mal abgesehen geht dabei auch doch eine Menge Lehrgeld drauf, wie man so schön, oder bzw. unschön sagt. Die Abfahrt hat sich durch die Zurückhol-Aktion des Fahrzeuges natürlich auch noch verzögert.

Nun ja, nach etwas Frust ablassen und mit ca. 1 Stunde Verspätung ging es dann auch endlich los. Zunächst zum Drachenfels in Bonn. Die geplante Route war übrigens: Drachenfels, der Geysir in Andernach, Koblenz und zu guter letzt die Hängeseilbrücke Geierley zwischen den Ortsgemeinden Mörsdorf und Sosberg.

Auf dem Drachenfels war ich glaube ich zuletzt als Kind und hatte es daher auch irgendwie komplett anders in Erinnerung. Aber so wie es dort oben ausschaut wurde da vor ein paar Jahren auch neu gebaut. Lohnt sich aber definitiv. Zum einen kann man dort recht entspannt hochlaufen (leider sind im Moment jedoch die Wanderwege gesperrt), ansonsten fährt ja auch noch die Drachenfelsbahn und die Aussicht ist auch sehr schön. Vor allem wenn, wie am Montag, das Wetter mitspielt.

 

Danach ging es dann, mit einer kurzen Unterbrechung für einen Mittagssnack, weiter zum Geysir nach Andernach. Blöd nur wenn man dann vor Ort feststellen muss, dass man den Geysir erst ab April besichtigen kann und man dafür leider sechs Tage zu früh dran ist. Man kann den Geysir übrigens leider nicht öffentlich besuchen, sondern muss dafür so ein komplettes Programm mit Bootsfahrt usw. buchen. Die Preise dafür scheinen mir aber recht fair. Ich glaube es sollten 15€ sein und man sollte mindestens 3 Stunden einplanen.

Da dieses Ziel dann leider nicht geklappt hat, ging es nach einer kurzen Enttäuschung weiter nach Koblenz. Ich war dort zwar schon mehrere Male, oben bei der Festung allerdings bisher noch nie. Okay, ich muss zugeben in der Festung war ich auch diesmal nicht. Aber der Park davor ist meiner Meinung nach recht schön gestaltet und die Aussicht über Koblenz ist ja auch ganz schön. Fotos habe ich dort allerdings nur 4 Stück gemacht und eines davon war auch noch mit meiner ONDU Lochkamera. Mal schauen was dabei rausgekommen ist wenn ich dann in Zukunft den Film entwickle. Im Moment fotografiere ich nämlich kaum analog und auf der Tour war es auch das Einzige Bild mit der Lochkamera. Und wenn man dann mal alle ein, zwei Wochen ein Bild damit macht, dauert es doch etwas länger bis ein 36er-Film voll ist. Auf Dauer sollte ich mir für die Kamera wohl mal ein kleines und stabiles Stativ zulegen.

 

Mittlerweile war es ca. 17.30Uhr. Da es doch noch so früh war, stand die Entscheidung im Raum aus dem eigentlich für zwei Tage geplanten Ausflug einfach einen Eintages Ausflug zu machen. Von Koblenz sind es glaube ich nochmal um die 70 Kilometer bis zu der Hängeseilbrücke. Mit dem Corsa, der bergauf doch schon ordentlich zu kämpfen hat die 80 Km/h zu halten, reichte das aber noch um vorm Sonnenuntergang am Ziel zu sein. Knapp eine Stunde später dann auch die Ankunft. Vom Parkplatz nochmal ungefähr 30 Minuten laufen und da ist sie endlich. Eigentlich wollte ich die Brücke am liebsten im dichten Nebel fotografieren. Aber das genaue Gegenteil war der Fall. Sternenklar, nahezu windstill und eine angenehme Temperatur. Da bin ich doch froh um die zahlreichen Möglichkeiten die mir meine heiß geliebte Olympus PEN-F liefert. Denn wenn man schonmal da ist muss man ja auch versuchen das beste aus der Situation zu machen und kreativ werden. Und da ich gerade die Mono-Einstellungen dieser kleinen, aber feinen Kamera liebe entstanden auf der gesamten Tour der Großteil der Bilder mit der PEN-F und der 17er Festbrennweite. Ich hatte zwar auch meine E-M1 und die Kristallkugel und das 50-200mm mit dabei. Damit habe ich aber nur rund zwei Dutzend Bilder gemacht. Es ist zwar schön, wenn man diese ganzen Optionen hat und klar, gewisse Bilder gehen halt nur mit Tele oder einem extremen Weitwinkel. Allerdings leben diese dann ja auch schon viel von dem Effekt der Brennweite und ich finde es immer wieder spannend wie viel man doch mit einem einfachen und festen Setup umsetzen kann. Abschließend kann ich sagen, dass ich trotz diverser Umstände, auf jeden Fall sehr zufrieden mit der fotografischen Ausbeute bin. Und wie schon so oft, NIEMALS ohne die PEN und das 17er!

 

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