Comeback & Visitenkarten

Meine Reise nach NYC ist leider gefühlt schon wieder zu lange her, und ich habe es dennoch nicht geschafft hier bisher etwas neues zu schreiben. Aber wie das manchmal so ist, hat man noch Anderes um die Ohren.

Jetzt bin ich auf jeden Fall wieder da, und möchte euch in den nächsten Tagen einen Teil meiner Bilder aus New York präsentieren. Ich hatte heute Mittag auch noch einen erfreulichen Termin. Bei dem wurde mir bestätigt, dass ich, vermutlich im September, eine (Dauer-)Ausstellung, mit meinen Fotos von Big Apple machen werde. Darauf bin ich natürlich schon sehr gespannt, und habe dafür noch einiges zu tun. Platz wäre zumindest für ungefähr 30 Bilder in A1. Gerade analog habe ich jedoch auch ein paar Reihen gemacht, die ich gerne wesentlich kleiner ausstellen würde. Aber ich denke bzgl. der Planung werde ich hier sicherlich auch nochmal das ein, oder andere schreiben. Hier noch ein nicht allzu spektakuläres Bild vom Empire State Building (mein Stativ durfte ich leider nicht mit hochnehmen). Aber es erinnert mich auf jeden Fall daran zurück, wie genial das war, dort oben zu stehen und dem starken Wind zu trotzen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Der zweite Punkt meines Beitrages wären dann noch die Visitenkarten, die ich mir gestaltet, bzw. entwickelt habe (siehe Titelbild). Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, so ist es ja auch doch schon einiges an Arbeit. Zuerst war ich mir nicht sicher, ob das wirklich groß genug ist. Aber ich würde behaupten man kann sie doch sehr gut lesen. Ich habe ja noch nicht einmal das volle Format ausgereizt. Und ansonsten gibt es ja auch noch die Möglichkeit das Ganze auf ein, oder gar zwei 6×6 Negative zu machen.

Falls ihr auch Interesse an solchen Visitenkarten haben solltet schreibt mich doch einfach über mein Kontaktformular an.

Damit verabschiede ich mich in dann auch in den Abend, denn gleich geht es los zur Probe. Hier sollte sich demnächst auch endlich mal was mit neuen Aufnahmen ergeben. Aber dazu dann mehr, wenn es so weit ist.

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AgfaPhoto APX 100 push 400

Am Sonntag ist mir in der Hektik doch tatsächlich ein kleiner Fauxpas passiert. Wir wollten uns am letzten Ausstellungstag dann endlich doch noch die „Entenhausen in Oberhausen„-Ausstellung in der Ludwiggalerie Oberhausen anschauen. Immerhin ist es ja doch ein großes Stück Kindheit, wo ich jedoch bisher keine erwähnenswerten Hintergrundkenntnisse zu hatte. Klar, man kennt die Charaktere, deren Beziehung, zum Teil Entstehungsgeschichte, und natürlich Walt Disney. Aber wer die jeweils bekanntesten Zeichner, deren unterschiedliche Stile usw. waren, ist mir bis dato nicht klar gewesen. Um es kurz zu fassen, es hat sich sehr gelohnt!

Aber nun zum meinem bereits erwähnten Fauxpas. Ich hatte noch einen KODAK Tri-X PAN 400 in meiner Kamera, als wir los sind. Auf dem Weg von der Bushaltestelle am CentrO zur Ausstellung hatte ich diesen jedoch schon voll gemacht (wobei auch nur noch drei Bilder auf dem Film waren). In der Ludwiggalerie angekommen, teilte uns die nette Dame an der Kasse dann mit, dass man in der Ausstellung auch fotografieren dürfe. Zum Glück hatte ich noch einen Agfa APX 100 in der Tasche. Also fix den Rucksack und die Jacke eingeschlossen, und den neuen Film eingelegt. Nach den ersten Bildern war ich dann aber doch überrascht, mit welchen Zeiten und Blenden ich arbeiten konnte. Also es war schon ganz gut hell in den Ausstellungsräumen, aber ein 100er Film und Werte um 1/30s und Blende 4 kam mir dann doch etwas merkwürdig vor. Da wurde es mir auch direkt klar, dass ich es in der Eile vergessen hatte die Empfindlichkeit an der Kamera umzustellen. Aber gut, so war es denn nun, kein zurück mehr. Diesen Fehler jetzt zu beheben würde erst gar keinen Sinn machen. Also dachte ich mir, versuchen wir den Film beim entwickeln dann doch einfach mal zu pushen. Um zwei Blenden. Ich war mir nicht sicher, wie dieser Film darauf reagiert, und im Nachhinein habe ich gelesen, dass er sich eher nicht so gut dazu eignen soll. Aber das perfekte Ergebnis war mir da auch gar nicht so wichtig, da ich aus dem entwickelten Film in nächster Zeit gerne einen kleinen Lampenschirm bauen möchte.

datei-18-01-17-20-42-53Karte von Entenhausen, die durch Analysen der Gesichten um Donald, Mickey und Co. erstellt wurde. Genial, und erstaunlich, wie viele Flughäfen es dort gibt. 😀

Gestern Abend habe ich den Film dann auch entwickelt. In A49, für genau 20 Minuten. Und was soll ich sagen?! Ich bin mit dem Ergebnis im kleinen recht zufrieden. Vielleicht werde ich in den nächsten Tagen noch mal einen Testabzug machen, um mir das Ganze mal in groß anzuschauen. Aber die Negative können sich sehen lassen. Der Kontrast ist leicht erhöht (was für mein Vorhaben und bei den Motiven gar nicht verkehrt ist). Aber ein auffällig größeres Korn kann ich nicht entdecken. Jetzt weiß ich allerdings nicht, ob es damit zusammenhängt, dass ich den ursprünglichen APX 100, und nicht die Neuauflage APX 100 new, belichtet habe. Ich bin auf jeden Fall froh, da ich noch ein paar dieser Filme (zwar abgelaufen) habe, und mir in Zukunft, um das, durch meine Unaufmerksamkeit entstandene „Problem“, keine großen Gedanken mehr machen zu müssen. Mit Sicherheit werde ich den Film auch wieder bewusst auf zumindest 200 pushen.

lens flares

Vielen Leuten ein Fluch und das sicherlich auch zu Recht. Möchte ich nämlich z. B. ein vollkommen sauberes Bild haben werden flares doch oft als störend empfunden (können sie auch je nach Objektiv und Motiv wirklich merkwürdig aussehen). Das gute in meinem Falle ist aber, dass ich genau das nicht möchte. Bzw. ich viel mehr möchte ich zeigen, dass man lens flares auch gezielt in den Motivaufbau mit einbeziehen kann, sich diese also zu Nutzen machen.

Besonders gut eignet sich hierfür das Olympus Zuiko Digital 7-14mm, f4. Von vielen auch die „Kristallkugel“ genannt und quasi ein Spezialist für flares. Ein sicherlich eher spezielles Objektiv. Aber da es optisch sehr gut auskorrigiert ist nutze ich es sehr gerne für Architekturaufnahmen. Hier aber erstmal ein Beispiel um euch zu zeigen, was ich meine (übrigens entstanden im Sommer ´16 in der Jameos del Agua auf Lanzarote. Einer sehr beeindruckenden Kunststätte integriert in eine Grotte und entworfen von dem Künstler dort, César Manrique. Überhaupt könnte man meinen die gesamte Insel bestünde nur aus seiner Kunst, beeindruckender Architektur usw.):OLYMPUS DIGITAL CAMERADa ist Motivmäßig natürlich noch Spielraum nach oben. Aber dieses gewaltige lens flare ist doch schonmal eine Ansage. Erinnert es doch ein wenig an Saurons Auge. Mich und ein paar andere Betrachter zumindest.

Um diesen Effekt jetzt aber wirklich nochmal richtig aus zu nutzen, habe ich letzte Tage dem hier kalten Wetter getrotzt um mit meiner Kamera einen Ausflug zur FH Bottrop zu machen. Dort angekommen baute ich erstmal das Stativ auf und suchte mir ein gutes Motiv. Ein wenig dramatisch sollte es sein, was für mich immer gut mit stürzenden Linien funktioniert. Aber dadurch entstehen natürlich noch keine lens flares, weshalb im besten Falle noch ein paar Spotlights mit im Bild sein sollten. Ein solch passendes Motiv war zum Glück schnell zu finden und jetzt galt es das Objektiv flare-mäßig richtig auszukitzeln. Es bedarf etwas Übung und sicherlich auch etwas Glück, aber dafür wird man dann mit so etwas belohnt:OLYMPUS DIGITAL CAMERADie lens flares wirken auf mich wie Zielvisier, oder Laser der ins Nichts geschossen wird. Vielleicht ist es mir sogar mal möglich den Mond in die Mitte der flares zu fotografieren.

Hier nochmal mit etwas mehr stürzenden Linien:OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Und hier das komplette Gegenteil (nur fix am PC bearbeitet und dadurch natürlich mit viel Verschnitt):OLYMPUS DIGITAL CAMERA

So, jetzt werde ich aber noch einen 6×6-Film entwickeln, bevor es dafür zu spät ist…

 

High-Resolution Shot mit Olympus PEN-F

Vor kurzem habe ich mir als vorzeitiges Weihnachtsgeschenk an mich selber eine gebrauchte Olympus PEN-F gemacht. Ein sehr feiner Fotoapparat, der durch sein Wahlschalter an der Vorderseite sehr viele Möglichkeiten bietet sich kreativ zu entfalten und somit auch ooc schon sehr abgefahrene Möglichkeiten bietet.

Dies habe ich natürlich direkt nachdem die Kamera endlich bei mir angekommen war ausprobiert. Aber ein weiteres Feature welches mich ebenfalls reizte und meine Olympus E-M1 nicht bietet, war der so genannte High-Resolution Shot. Dabei werden mehrere Bilder nacheinander aufgenommen und zu einem 50MP Bild zusammengerechnet. Dies geschieht in dem vor jeder der Aufnahmen der Sensor um einen gewissen Bereich geshiftet wird. Das Ganze funktioniert (bis jetzt zumindest) natürlich nur mit einem Stativ und die Sinnhaftigkeit solcher großen Dateien sei mal dahingestellt. Allerdings ist das für z. B. Produktfotografie eine sehr feine Sache, da somit mehr Details sichtbar werden. Ein weiterer netter Nebeneffekt ist, dass die Software die einzelnen Bilder ja zusammenrechnen muss und somit interessante Artefakte entstehen können. Außerdem kann man damit auch, in einem gewissen Rahmen, bei Aufnahmen von z. B. belebten Plätzen dort herumlaufende Menschen ohne einen Graufilter nahezu verschwinden lassen.

Mich interessierte allerdings auch, wie sich High-Res. bei Langzeitbelichtungen verhält. Somit habe ich, nachdem ich mir für meine analogen Abzüge ein paar Rahmen bei IKEA geholt hatte, auf dem Rückweg noch einen Abstecher zum Thyssen Hauptsitz in Essen gemacht. Bei diesem Versuch kam es dann noch zu einer spontanen Aufnahme (siehe Titelbild), die mein persönliches Highlight von diesem Abend ist… Auf dem Rückweg zum Auto ergab sich dann auch noch ein spontane Nahaufnahme mit einem Fisheye. Wer mir kennt, weiß, dass Spinnen absolut nicht zu meinen Lieblingstieren gehören. Aber dennoch habe ich waghalsig die Naheinstellungsgrenze von 9cm voll ausgeschöpft.