lens flares

Vielen Leuten ein Fluch und das sicherlich auch zu Recht. Möchte ich nämlich z. B. ein vollkommen sauberes Bild haben werden flares doch oft als störend empfunden (können sie auch je nach Objektiv und Motiv wirklich merkwürdig aussehen). Das gute in meinem Falle ist aber, dass ich genau das nicht möchte. Bzw. ich viel mehr möchte ich zeigen, dass man lens flares auch gezielt in den Motivaufbau mit einbeziehen kann, sich diese also zu Nutzen machen.

Besonders gut eignet sich hierfür das Olympus Zuiko Digital 7-14mm, f4. Von vielen auch die „Kristallkugel“ genannt und quasi ein Spezialist für flares. Ein sicherlich eher spezielles Objektiv. Aber da es optisch sehr gut auskorrigiert ist nutze ich es sehr gerne für Architekturaufnahmen. Hier aber erstmal ein Beispiel um euch zu zeigen, was ich meine (übrigens entstanden im Sommer ´16 in der Jameos del Agua auf Lanzarote. Einer sehr beeindruckenden Kunststätte integriert in eine Grotte und entworfen von dem Künstler dort, César Manrique. Überhaupt könnte man meinen die gesamte Insel bestünde nur aus seiner Kunst, beeindruckender Architektur usw.):OLYMPUS DIGITAL CAMERADa ist Motivmäßig natürlich noch Spielraum nach oben. Aber dieses gewaltige lens flare ist doch schonmal eine Ansage. Erinnert es doch ein wenig an Saurons Auge. Mich und ein paar andere Betrachter zumindest.

Um diesen Effekt jetzt aber wirklich nochmal richtig aus zu nutzen, habe ich letzte Tage dem hier kalten Wetter getrotzt um mit meiner Kamera einen Ausflug zur FH Bottrop zu machen. Dort angekommen baute ich erstmal das Stativ auf und suchte mir ein gutes Motiv. Ein wenig dramatisch sollte es sein, was für mich immer gut mit stürzenden Linien funktioniert. Aber dadurch entstehen natürlich noch keine lens flares, weshalb im besten Falle noch ein paar Spotlights mit im Bild sein sollten. Ein solch passendes Motiv war zum Glück schnell zu finden und jetzt galt es das Objektiv flare-mäßig richtig auszukitzeln. Es bedarf etwas Übung und sicherlich auch etwas Glück, aber dafür wird man dann mit so etwas belohnt:OLYMPUS DIGITAL CAMERADie lens flares wirken auf mich wie Zielvisier, oder Laser der ins Nichts geschossen wird. Vielleicht ist es mir sogar mal möglich den Mond in die Mitte der flares zu fotografieren.

Hier nochmal mit etwas mehr stürzenden Linien:OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Und hier das komplette Gegenteil (nur fix am PC bearbeitet und dadurch natürlich mit viel Verschnitt):OLYMPUS DIGITAL CAMERA

So, jetzt werde ich aber noch einen 6×6-Film entwickeln, bevor es dafür zu spät ist…

 

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High-Resolution Shot mit Olympus PEN-F

Vor kurzem habe ich mir als vorzeitiges Weihnachtsgeschenk an mich selber eine gebrauchte Olympus PEN-F gemacht. Ein sehr feiner Fotoapparat, der durch sein Wahlschalter an der Vorderseite sehr viele Möglichkeiten bietet sich kreativ zu entfalten und somit auch ooc schon sehr abgefahrene Möglichkeiten bietet.

Dies habe ich natürlich direkt nachdem die Kamera endlich bei mir angekommen war ausprobiert. Aber ein weiteres Feature welches mich ebenfalls reizte und meine Olympus E-M1 nicht bietet, war der so genannte High-Resolution Shot. Dabei werden mehrere Bilder nacheinander aufgenommen und zu einem 50MP Bild zusammengerechnet. Dies geschieht in dem vor jeder der Aufnahmen der Sensor um einen gewissen Bereich geshiftet wird. Das Ganze funktioniert (bis jetzt zumindest) natürlich nur mit einem Stativ und die Sinnhaftigkeit solcher großen Dateien sei mal dahingestellt. Allerdings ist das für z. B. Produktfotografie eine sehr feine Sache, da somit mehr Details sichtbar werden. Ein weiterer netter Nebeneffekt ist, dass die Software die einzelnen Bilder ja zusammenrechnen muss und somit interessante Artefakte entstehen können. Außerdem kann man damit auch, in einem gewissen Rahmen, bei Aufnahmen von z. B. belebten Plätzen dort herumlaufende Menschen ohne einen Graufilter nahezu verschwinden lassen.

Mich interessierte allerdings auch, wie sich High-Res. bei Langzeitbelichtungen verhält. Somit habe ich, nachdem ich mir für meine analogen Abzüge ein paar Rahmen bei IKEA geholt hatte, auf dem Rückweg noch einen Abstecher zum Thyssen Hauptsitz in Essen gemacht. Bei diesem Versuch kam es dann noch zu einer spontanen Aufnahme (siehe Titelbild), die mein persönliches Highlight von diesem Abend ist… Auf dem Rückweg zum Auto ergab sich dann auch noch ein spontane Nahaufnahme mit einem Fisheye. Wer mir kennt, weiß, dass Spinnen absolut nicht zu meinen Lieblingstieren gehören. Aber dennoch habe ich waghalsig die Naheinstellungsgrenze von 9cm voll ausgeschöpft.